Chor | Kopfkino

You’ve got a friend

von am 9. Juni 2018

Ein neues Kopfkino. Von meinem Ohrwurm, den ich seit ein paar Wochen habe. Der Chor sei mal wieder Dank. Heute entführt mich Carole King mit ihrem Lied „You’ve got a friend“.

When you’re down in troubles
And you need some love and care
And nothing, nothing is going right

Hannahs Welt geriet aus den Fugen. Sie war vor einem halben Jahr ganz allein von zu Hause in die große weite Welt gezogen. Ihre Freunde und ihre Familie hat sie zurückgelassen. Für den Traum vom Job im Ausland. In einer großen Zeitung als Journalistin. Doch sie war hier noch nicht der große Star, wie ihr das alle nach dem Studium in Deutschland versichert hatten. Sie war eher die für die Kaffeemaschine zuständig.
Doch heute konnte Hannah nicht zur Arbeit. Sie hatte sich eine fette Grippe eingefangen und lag nun mutterseelenallein und von Heimweh geplagt in ihrem kleinen Appartment und hustete sich die Seele aus dem Leib. Sie vermisste ihre Mama. Die hätte ich jetzt eine Suppe gebracht, hätte nach dem Rechten geschaut. Sie wäre einfach für Hannah dagewesen. Doch Hannahs Mama war auf der anderen Hälfte des Globus und Hannah konnte nichts dagegen tun. Sie fühlte sich miserabel.

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Chor | Kopfkino | Lieblingslied

Fields of Gold

von am 18. Mai 2018

Ich habe meinen kleinen Blog sträflich vernachlässigt und möchte nun eine Reihe starten, die Kopfkino heißt. Im Chor werde ich oft gefragt, wie ich mir die Texte so schnell merken kann. Nun, ich bin ein sehr bildlicher Mensch. Ich glaube, deswegen lese ich auch lieber, als ich fernsehe. Und auch das Schreiben geht ja in diese Richtung. Wenn ich zuviel Kopfkino habe, dann wollen die Bilder raus und festgehalten werden. Es ist wie ein Film der sich auf meiner Gehirnrinde abspielt.

Ich nutze nun „Fields of gold“ in der Chorversion, um euch meine Geschichte dazu zu erzählen. Und ich widme die Geschichte der guten Alice, der die Geschichte hoffentlich helfen wird, diesen Text zu lernen.

„Fields of gold“

You’ll remember me when the west wind moves upon the fields of barley
You’ll forget the sun in his jealous sky as we walk in fields of gold

Ich  bin Adam. Und ich musst meine Mutter für eine Zeit verlassen. Ich wusste nicht, wann ich wieder komme, es konnte auch sein, dass ich für immer fort bleiben würde. Der Krieg war schuld. Ich sollte an der Front dienen. Sie sagte, dass sie das versteht, aber natürlich hatte sie Angst um mich. An dem Tag haben wir einen letzten Spaziergang gemacht. So wie früher. Über unsere Gerstenfelder. Die Sonne stand gerade sehr hoch am Himmel. Für Mai hatte sie schon eine sehr große Kraft. Vor der Sonne suchten wir Schutz am Rand der Felder und sie erzählte mir von Früher. Als ich noch ein Kind war. Dabei traten ihr die Tränen in die Augen, die sie sofort wegwischt.
Ich solle mir keinen Kopf machen, sagte sie.
Daraufhin legte ich meinen Kopf auf ihren Schoss, so wie ich das als kleiner Junge immer gemacht hatte. Und sie strich mir gedankenverloren über meine strohblonden Haare.
Ich wollte ihr etwas von der Traurigkeit nehmen und so sagte ich:
„Mama, immer dann, wenn der Westwind hier über unsere Felder weht, dann denk an mich. Und selbst wenn die Sonne noch so heiß am Himmel steht. Stell dir einfach vor, du gehst mit mir hier spazieren und schon wird es dir gut gehen.“

So she took her love for to gaze awhile upon the fields of barley
In his arms she fell as her hair came down among the fields of gold

Sie antwortete nicht. Sie saß einfach still da und tätschelte weiter meinen Kopf. Und sie bestaunte das Gerstenfeld und auch ich setzte mich wieder auf, und tat es ihr gleich.
Meinem Impuls folgend, legte ich meinen Arm um die Schulter meiner Mutter. Ich langen, mittlerweile ergrauten Haare, strichen über meinen Arm. Sie war so klein. Früher wirkte sie immer so groß. Aber nun war ich der Große.

Will you stay with me, will you be my love among the fields of barley?
We’ll forget the sun in his jealous sky as we lie in fields of gold

„Mein Sohn, ich weiß, dass du immer bei mir sein wirst.“
Ihre rechte Hand legte sie auf ihre Brust, dort, wo ihr Herz schlug.
„Du bist immer in meinem Herzen und dein Herz wird immer bei mir sein, weil du mein Sohn bist. Du nimmst mich und deine Heimat mit und du wirst auf dich aufpassen und gesund wiederkommen. Und ich werde hier warten, hier in den Gerstenfeldern, wenn die Sonne wieder hoch am Himmel steht.“ Dabei sah sie mich nicht. Sie schaute weiter verträumt und melancholisch auf die weiten Gerstenfelder, die die Sonne mittlerweile in ein strahlendes Goldmeer verwandelte.

I never made promises lightly and there have been some that I’ve broken
But I swear in the days still left we’ll walk in fields of gold
We’ll walk in fields of gold

Diese Geschichte ist nun schon lange her. Ich habe den Krieg überlebt und bin zu meiner Mutter zurückgekommen und wir sind wieder durch Gerstenfelder gegangen. So konnte ich meine Erfahrungen aus dem Krieg verarbeiten. Ich habe sie noch bei mir, aber sie sind nicht mehr unerträglich. Ich habe selbst viele verletzt und Versprechen gebrochen. Doch dieses habe ich gehalten. Weil meine Mama und die gemeisamen Spaziergänge einfach so heilsam für mich waren und noch immer sind.

Many years have passed since those summer days among the fields of barley
See the children run as the sun goes down among the fields of gold
You’ll remember me when the west wind moves upon the fields of barley
You can tell the sun in his jealous sky when we walked in fields of gold
When we walked in fields of gold, when we walked in fields of gold

Nach all den Jahren komme ich noch immer regelmäßig zu meiner Mama. Ich habe selbst eine Familie. Eine tolle Frau und zwei bezaubernde Töchter. Heute liege ich auf dem Schoß  meiner Frau am Gerstenfeld, während sie meinen Kopf tätschelt. Meine Mutter ist zu Hause und bereitet das Essen vor. Unsere Kinder rennen druch die Felder, lachen und spielen. Die Sonne ist so warm wie damals. Und als der Westwind die Gerstenhalme zum Tanzen bringt, muss ich lächeln. So viel habe ich gesehen, so viel erlebt. Aber immer wenn die Gerstenfelder sich bewegen, dann denke ich an all die schönen Zeiten und das mein Herz hier zu Hause ist.

Das sind natürlich nur meine Gedanken, die mir wie eine Art Dia-Show durch den Kopf gehen, wenn ich singe. Ich denke an Adam. Vielleicht bin ich dann gerade Adam, der mit den Gerstenfeldern Heimat verbindet, und sich auch an seine Mutter und sein Versprechen erinnert. Nie zu vergessen und immer wiederzukommen.

Was geht euch durch den Kopf, wenn ihr das Lied hört? Etwas ähnliches?

 

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Chor | Gesangsunterricht | Lebensgefühl | Songwriting

Die Musik nahm viel mit sich mit, und gab mir viel zurück.

von am 10. Dezember 2017

Das Jahr ist fast rum. Ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Gefühlt waren es mehr Tiefen als Höhen, aber wenn ich mich hinsetze, so wie jetzt, und mal drüber nachdenke, dann war es trotz aller Trauer, aller Niederschläge und Hiobsbotschaften doch ganz schön.

Und das habe ich meinem Musikgefühl zu verdanken, denn ohne dieses hätte ich diese letzten 12 Monate nur schwerlich ertragen.

Alles, was ich musikalisch dieses Jahr gemacht habe, dass war für mich mehr als nur bloßes Singen. Es war Therapie, es war Durchhalten, Festhalten, Loslassen, Zulassen und vor allen Dingen mich den Sachen stellen, die mich in den letzten Monaten so sehr aus der Bahn geworfen haben.

Ich habe es gebraucht, Texte wie eine Irre zu büffeln, bis sie einfach im Kopf saßen. Das beruhigte mich. Und immer, wenn mal wieder eine Panikattacke anklopfte, dann habe ich meine Lieder gesungen.

Panik, natürlich hat sie nichts mit Musik zu tun. Oder vielleicht auch doch. Denn für mich ist die Musik die beste Therapie.

Früher habe ich es als Herausforderung für den Rücken gesehen. Schmerzen aushalten, trotz den Schmerzen noch irgendwas machen können. In den letzten 12 Monaten ist die Musik viel mehr geworden. Ich singe mein Herzrasen weg, meine Angst. Ich brauche das, um nicht die Bodenhaftung zu verlieren.

Und natürlich weckt es meinen Ehrgeiz. Ich war schon immer ehrgeizig. Und vor allem dieses Jahr habe ich geübt und an mir gearbeitet.

Ich möchte mal behaupten, dass ich im Gesangsunterricht die größten Fortschritte gemacht habe, seit ich mit Jasmin begonnen habe. Das erfüllt mich mit Stolz und es tut einfach nur gut.

Ich möchte nächstes Jahr noch mehr arbeiten und üben.

Ich habe dieses Jahr so viele tolle Sachen erlebt. Das Chorwochenende mit den besten Choruschis und Chorklausis der Welt. Mit neuen Liedern und dem Gefühl, ich bin genau dort, wo ich sein will. Seit langem wurde mir bewusst, was mir das bedeutet. Wenn es die Musik, den Chor, die Kerstin, die Jasmin nicht geben würde in meinem Leben, dann hätte ich diese Jahr voll Trauer, voller Ängste in mir und dem ganzen lebendigen Wahnsinn nicht geschafft. Das alles war mir Halt, Hafen, Anker und erfüllte mich.

Ich bin so dankbar, für alles, was ich erleben durfte.

Der neue Probenraum und 12 eigene Songs, singen beim Theaterfest, Lieder, die ich ohne Jasmin nie gesungen hätte, ein Kopf voll mit Tieren, denn diese beiden Sangesfrauen reden mir ein in meinem Schädel sitzen Affen, Hunde, Pferde, Wale und in meinem Hals sitzt das Küken.
Ich durfte auf einer eisernen Hochzeit singen. Habe meine Bruststimme erweitert aber bin auch viel lockerer in den hohen Sopranstimmen. Habe zu dem Buchstaben U gemerkt, dass der Stress löst, habe bei Country Roads geheult, weil ich spürte, wie wichtig mir das alles ist. Es nahm soviel mit, die Musik, aber gabe mir auch so viel.

Mit der Musik sind meine Probleme nicht weg. Die Panik ist weiter da. Der Rücken und das Bein zicken nach wie vor. Aber mit Musik kann ich so viel besser damit umgehen.

Kerstin und Jasmin geben mir den Rahmen, ich bin nicht allein und sie treiben mich immer wieder an, alles von mir zu geben.

Sie wissen es nicht, aber….

Vielleicht habe ich

„Engel ohne Flügel“

auch nur für sie komponiert.

Ja, auch das hat ein Jahr am Limit aus mir gemacht. Eine Songwriterin. Und nur, weil ich so viele wunderbare Menschen um mich rum habe, die mein Leben mit Musik bereichern.

Und da ist nichts unmöglich. Da singe ich Hansi Hinterseer mit Jasmin und Jon Bon Jovi im Chor. Und wenn das alles nicht unmöglich ist, dann darf ich auch weiter drauf hoffen, dass meine Angst bald wieder verschwindet!

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Auftritt | Chor

Die ganz große Bühne und die kleinen, leisen Zwischentöne

von am 5. September 2017

Wochenlange Vorbereitungen lagen hinter uns. Mit uns meine ich den Chor OneVoice aus Bielefeld unter der Leitung von der zauberhaften Kerstin Tölle.

Ich ging in diesen Vorbereitungen total auf. Das war sozusagen der Anker in meinen Sommerferien.  Ich habe mir immer wieder die Aufnahmen angehört, habe in die Noten geschaut, habe die Sachen gesungen.

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Viele Stunden Vorbereitung. „Let me entertain you“ von Robby Williams sogar ein Jahr (der flog dann zu guter Letzt doch von der Liste) für 10 Minuten auf der ganz großen Bühne im Stadttheater Bielefeld.

Ich will jetzt gar nicht die kompletten Proben hier beschreiben. Viel mehr möchte ich diesen Blogbeitrag dazu nutzen vom Auftritt zu erzählen.

Am Samstag den 2. September um viertel nach fünf war es soweit. Der Auftritt um unsere akustische Visitenkarte den Menschen zu überreichen war gekommen. Aber kein Auftritt ohne Einsingen. Dafür versammelten wir uns um 16 Uhr erst einmal im Chorsaal.

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Zugegeben, ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig Herzklopfen und war tüchtig nervös. Was wäre, wenn ich den Text vergesse, hinfalle oder sonstige Scherze?
Aber ein wenig atmen, einsingen und gemeinsames Lachen half mir sehr. Wir sangen alle 4 Lieder noch einmal durch, bekamen letzte Tipps und los ging es in die Kantine, wo wir auf den Auftritt warteten.

Etwa 3 Minuten standen wir in dem schmalen Gang Richtung Theaterbühne. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind zu Weihnachten kurz vor der Bescherung. Das hatte ich mir immer erträumt. Ich, einmal auf dieser Bühne zu stehen und zu singen.

Ja, ich weiß, wegen meiner „Behinderung“ ging ich lieber auf Nummer sicher und saß auf dieser großartigen Bühne, aber ich atmete diese Luft, ich schaute in diesen Zuschauerraum mit vielen Menschen, die uns erwartungsvoll ansahen. Ganz kurz rutschte mir das Herz in die schwarze Legging. Aber dann erinnerte ich mich an Kerstins Worte:

„Egal was passiert, habt einfach Spaß auf der Bühne!“

Und kaum war der erste Ton von Scat Calypso gesungen fiel alles ab und ich hatte Spaß. Es erfüllte mich so sehr und alle Anspannungen, die mir die letzten Wochen so sehr zu schaffen gemacht hatten, waren wie weggeblasen. In diesem Falle wohl eher wie weggesungen.

Leider waren diese 4 Lieder viel zu schnell vorbei und als die letzten Takte von „Ode an die Freude“ erklungen, war mir doch ein wenig schwermütig ums Herz.
Das ging viel zu schnell vorbei und ich finde, es muss ganz schnell wiederholt werden.
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Voller Stolz holten wir uns den Beifall ab und hörten den einen oder anderen Zugabe Ruf.
Ich war voll mit Emotionen und habe natürlich auch meine Mama im Herzen gehabt, der das bestimmt gefallen hätte, was da zu hören war.

Applaus und Zugaberufe zeigten in jedem Fall schon einmal, dass wir unsere Sache gut gemacht haben. Aber viel mehr bedeutete mir diese fremde, nette Frau, die vor dem Theater auf mich zukam, mich anlächelte und sagte:

„Das war so schön! Dankeschön!“

Das ging tatsächlich runter wie Öl und berührte mich sehr.

Der Chor war bisher die beste Entscheidung meines Lebens. Ich bin gerne ein Spanferkel mit Apfel im Mund. Singe wie eine Geige in einem Horrorfilm und stelle mir vor, ich sei auf einem LSD Trip.

Ich liebe die Choruschis, die mit mir diese Momente teilen, es erfüllt mich mit Ruhe, zu singen und zu atmen. Es erdet mich und ich freue mich alle 2 Wochen neu auf die Probe mit einer Chorleitung, die wie ein Engel in mein Leben getreten ist. Sie weiß wahrscheinlich nicht einmal, wie wichtig sie mir ist. Aber sie weiß sicher auch nicht, dass sie ein Engel ist!

Ich finde, das schreit ganz bald nach einer Wiederholung und ich bin ja ganz ehrlich, ich warte heimlich auf die Mail, das zu Weihnachten irgendetwas auf dem Plan steht!

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Chor | Gesangsunterricht | Lebensgefühl | Sing lauter | Songwriting

Und was trägt ist die Musik

von am 12. Juni 2017

Hier ist es still, aber ich bin es nicht. Ich singe. Ich bleib am Ball.

Und das in jedem Bereich. Ich splitte einfach mal und berichte.
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Der Proberaum kostet zwar Geld, aber es war genau das richtige, um mit unseren Songs voranzukommen. Wir schreiben Texte, probieren rum und testen aus. Alle Texte kommen tief aus meiner Seele. Alles, was ich nicht sagen kann, das singe ich. Und es tut gut. So entstand zum Beispiel die letzten Wochen ein Song für meine Nichten Ella und Lara. „When you smile with your Heart“

Einer von 10 fertigen Songs. 2 entstehen noch. Und dann? Ein Album zum Download? Wer weiß?

Chor 

 

Der Chor, meine Heimat, meine Wohlfühlzone und Rückzugsort. Wir arbeiten Songs für das Sommerfest im Theater aus. Sogar französisch wird dabei sein. Ich arbeite an mir. Und es erdet mich. Eine Aufgabe zu haben, die ich trotz Behinderung erfüllen kann. Und dank der wundervollen Chorleiterin Kerstin kommt regelmäßig Sonnenschein in mein Leben, einfach, weil sie ist wie sie ist. Man sollte sie auf Rezept verschreiben können.

Ich bin im Sopran so etwas wie die „Taktangeberin“ und nach einem Jahr hab ich endlich ein paar Menschen mit denen ich rede. Ihr wisst, ich tu mir schwer.

Und auch wenn das mit dem Tanzen und dem Stehen nicht klappt, wegen Bein und Rücken, weiß ich, es lohnt sich alles.
„wenn man in dein strahlendes Gesicht sieht, dann ist es so, als würdest du tanzen“
Kerstin ist einfach zauberhaft.

Gesangsunterricht 

Da ich nicht mit mir zufrieden war, hat mein Welpe eben seine erste Lektion gelernt 😂 #vocaltraining

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Jasmin, die beste die es gibt. Sie war in den letzten  Wochen die, die mich wohl am besten verstanden hat. Ohne das ich auch nur ein Wort gesagt habe. Zufall oder Wissen? Gute Menschenkenntnis oder einfach nur Glück? Keine Ahnung. Aber Jasmin hat stets das richtige Rezept, in jeder Lebenslage, einfach durch die Musik. Und das motiviert total immer besser zu werden.

Ella Fitzgerald hab ich abgeschlossen, im Moment erarbeite ich mir in meiner Bruststimme Tina Dico.

Musik


Und ansonsten höre ich viel Musik. Denn Musik ist und bleibt weiterhin mein Lebensweg Begleiter. Für jede Situation. Im Moment höre ich wieder viel Rolf Zuckowski aber auch Wincent Weiss. Denn da müsste einfach immer und überall Musik sein.

#InstaSmule #Smule #Sing #Karaoke #Musiksein

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Auftritt | Chor | Lebensgefühl | Sing lauter

Ein Gefühlschaos und Musik

von am 31. Dezember 2016

Weihnachten, eine Zeit voller Musik. Ich habe gesungen, wie in meinem ganzen Leben noch nicht und habe festgestellt: Musikgefühl gibt es. Einmal channeled Musik Gefühle. Und Gefühle suchen sich ihre Musik.

Der 12.12.2016. Was ein beschissenes Datum. Meine Mama ist gestorben. Friedlich, still und in Ruhe. Sie fiel in Ohnmacht, das Herz blieb stehen und sie kam nicht mehr zurück. Dankbarer und Versöhnlicher kann der Tod ja einfach nicht kommen, oder?

Ich steckte gerade in den Vorbereitungen zum Weihnachtachtsauftritt des Chors. Ich probte für den Gesangstunterricht „Fields of Gold“ und in meinen Gefühlen brach das Chaos aus.

„Fields of Gold“ bekam nun eine tieferen Sinn und es wird mir wahrscheinlich schwer fallen, es je wieder zu singen. Den Gesangsunterricht brauchte ich nach dem Tod meiner Mama jedoch, so dass ich mit Jasmin nochmals an den Song ging…. All meine Gefühle flossen in den Song… Und er klang wie er klingen sollten. Und es war das schwerste, was ich je getan habe. Gefühle zulassen. Das geht nach wie vor nur durch den Katalysator Musik.

Und ein paar Tage später war der Chorauftritt. „Wenn ich ein Glöcklein wär“. Ein Ave Maria, auf das sich meine Mama so sehr gefreut hat. Es war mir so wichtig es durchzuziehen, gleichzeitig wusste ich jedoch, das würde nicht einfach werden. In den Proben war ich den Tränen nahe, aber beim Auftritt schmetterte ich mein Ave Maria in den Weihnachtshimmel, dass sie sicher stolz auf mich war.

Nach dem Auftritt jedoch, da brachen alle Dämme, ich musste weinen. Da blieb nur nich ein Danke an meine Chorleiterin sagen und sich schnell aus dem Staub zu machen. Das Gefühlschaos von Stolz bis unendlicher Traurigkeit war nicht auszuhalten!

Und wie geht es nun weiter?

Ich mache weiter. Ich freue mich nach drei harten Wochen auf ein wenig Normalität in meinm Leben.

In der 2. Januar Woche geht alles wieder los. Ich sehe Jasmin, ich sehe Kerstin und ich singe weiter. Es braucht einfach von mir mehr Gefühl, damit es gut wird. Vielleicht hat Mama mir das nun beigebracht… Wer weiß, vielleicht kann ich das nun ein wenig mehr zulassen, damit ich sie oben auf der Wolke stolz machen kann und sie lächelnd zu mir runterblickt.

In den letzten Tagen hab ich ein Album gefunden, was mich musikalisches begleitet im Jahreswechsel. Lebenssoundtrack ist so wichtig. Christina Stürmers Album Seite an Seite.

Das alles habe ich vielleicht mit meiner Mama gemacht. Aber sie bleibt an meiner Seite und diese Verbundeheit kann ich musikalisch ausdrücken. Denn Reden war noch nie meine Stärke.

Geht ihr mit mir diesen Weg? Lasst es mich wissen, denn Seite an Seite ist viel schöner als allein.

Mit dem Chor, mit Kerstin, mit Jasmin gehe ich weiter, Seite an Seite. Weil mit Musik alles besser geht und einen trägt.
Denn wenn Wörter nichts mehr sagen, dann sagt Musik einfach alles!

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Chor | Gesangsunterricht

Nächste Stationen

von am 4. November 2016

Es ist soooo viel passiert und ich gehe meinen Weg in der Musik. Und das erfüllt mich mit unendlicher Freude.

Der Chor macht unendlich viel Spaß. Wir erarbeiten und Robbie Williams mit „Let me entertain you“ und ich bin von mir selbst verblüfft, dass ich das Lied tatsächlich mag.
Heute kam die Mail von Kerstin. Ab Morgen werden wir uns an den ersten Weihnachtssong setzen für den 18. Dezember.

„White Christmas“ wird es sein. Ich freue mich so sehr darauf, das ich heuten gleich mal angefangen habe es zu üben. Es ist sicher keine Chorversion, aber diese Swingversion mag ich auch sehr.
Das muss ich dann nur weicher singen, dann funktioniert das auf jeden Fall.

 

Dann übe ich im Gesangsunterricht mittlerweile einen Klassiker von Sting.  Eine Coverversion von „Fields of Gold“ von Eva Cassidy. Es ist wirklich schön und schwer. Die erste Probe war jetzt nicht so pralle, aber mir ging es vom Kopf auch nicht so toll. Der Knoten ist aber geplatzt und Mittwoch bin ich guter Dinge, dass es klaptt. Vorgestern haben wir es mal aufgenommen, da gefiel mir persönlich nur der letzte Rest, aber es ist ausbaufähig.


Fields of Gold von cmepinky

 

Und dann ist da noch meine persönliche Challenge. „Defiyng Gravity“. Mit Sascha im Duett. Ich hab mich ein wenig hängen lassen. Aber ich bin wieder da und motivierter denn je an mir zu arbeiten. Denn das alles erfüllt mich mit Stolz und Glück.

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Chor | Gesangsunterricht | Lieblingslied | Sing lauter

Neue Herausforderungen

von am 5. Oktober 2016

Wenn Jasmin mit neuen Songs kommt, die ich unbedingt doch mal singen sollte, dann muss ich doch immer Schlucken.
Adele? Idina Menzel? Puh, harte Nüsse. Und immer die Frage. Kann ich das? Und dann die Antwort von Jasmin:
„Willst du es können? Dann kannst du es auch!“

Und bisher hatte sie recht. Sogar Yvonne Catterfelds jazziger Song „Soviel mehr als Liebe“ klingt so, wie ich es von mir nie erwartet hätte. Vor sechs Wochen saß ich noch beim Gesangsunterricht und behauptet selbst:
„Das kann ich nicht!“

Und ich habe Bullshit gelabert. Ich kann es. Endlich haben meine Chorkopfstimme und meine Bruststimme zueinander gefunden. Ganz plötzlich. Ich wusste ja, die Kopfstimme funktioniuert schön im Chor. Bestätigung bekam ich dafür in den letzten Wochen genug. Meine Bruststimme habe ich in den letzten Monaten kennegelernt und ich liebe diese volle, runde Stimme. Nur der Übergang in der Mischstimme war immer sehr hart und abgehackt. Dank Mi li li, nü si nü und nu no na ne ni i i i i wird dieser Übergang fließend und eröffnet mir ganz viele neue Möglichkeiten.
„Let it go“ klingt ungewohnt neu für mich, wenn ich den jetzt singe, bei Adele mache ich mir selbst Gänsehaut und die Catterfeld (sagt es aber keinem weiter) mag ich sehr.

Die Catterfeld ist noch nicht abgeschlossen. In drei Wochen geht es damit weiter. Im Chor singen wir jetzt „Let me entertain you“ von Robbi Williams und auch dieses, was vorher unmöglich schien, funktioniert jetzt.

Und auch ich habe mir eine Herausforderung gestellt.

„Defying Gravity“ aus dem Wicked Musical. Das kenne ich noch nicht so lange, aber es scheint machbarer als die Menzel mit „Let it go“ zu sein.
Und wenn mir jemand anders als ich sagt: „Das kannst du nicht!“, dann werde ich ja zur weiblichen Marty McFly!

Und der eine Satz stimmt wie die Faust aufs Auge:

Ich bin es so Leid mir von anderen sagen zu lassen, was ich kann! Ich kann und ich werde alles versuchen, was ich für wichtig und richtig halte! Das mag arrogant und eingebildet klingen, aber soll ich euch allen was sagen? Solange es mich und mein Leben erfüllt und reicher macht, könnt ihr mich mal gehörig am Arsch lecken.

Sorry, für die harten Worte, aber:

„I’m through with playing by
The rules of someone else’s game“

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Chor | Rampenlicht

Der erste Chorauftritt

von am 29. September 2016

Der erste Chorauftritt ist nun wieder fast 2 Wochen her, aber ich zehre noch heute davon. Zum einen tut es nach der vielen Anstrengung noch immer derbst in der Hüfte weh, aber wenn ich mich an den Auftritt im Theater am alten Markt in Bielefeld erinner, dann muss ich lächeln.

3 Wochen proben für 5 Minuten auf den Brettern, die die ganze Welt für mich bedeuten! Ich stand ganz hinten, weil 4 von meinen Mitsopranos meine Stimme brauchten um ihren Ton zu bekommen. Das tat so gut.

Großer Applaus, rufe nach Zugabe, viel Lob und ein nächster Auftritt.

Am 4. Advent, 18. Dezember singen wir Weihnachtslieder auf dem alten Marktplatz.
Ich freue mich schon riesig und bin froh ein Teil von etwas Großartigem zu sein!

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Auftritt | Chor | Pricefield | Rampenlicht

Die Achterbahn der Gefühle

von am 5. September 2016

Das letzte Wochenende war für mein Musikgefühl eine wahre Herausforderung.

Es brachte mir Gänsehaut vor Freude, aber auch einen Kloß in den Hals vor Wut. Und das alles innerhalb von 6 Stunden.

Aber lasst mich doch mal von Anfang an erzählen.

Am Samstag war es wieder soweit. Die erste Chorprobe mit „OneVoice“ fand statt. Darauf hatte ich mich so gefreut. Die Proben für das Abrahamsfest in Bielefeld am 18. September starteten jetzt.
„Ode an die Freude“ war das erste Lied, was wir probten. Und ich in meinem geliebten Sopran, der nach 1,5 Jahren Gesangsunterricht alles andere als piepsig und klein klingt.
Ich stellte mich, wie ich das also immer machte, in die letzte Reihe, sang immer erst zurückhaltender mit, traute mich aber mit jedem Mal mehr.
Eine Dame aus der Alt-Stimme fühlte sich dort gar nicht wohl und kam während der Probe ebenfalls in den Sopran. Auch hier fiel es ihr schwer die Töne zu halten und zu kriegen.
Die Dame, hinter der ich schon die ganze stand und der ich somit unweigerlich ständig ins Ohr sang, schubste den Neuankömmling neben sich und sagte.
„Hier, sie kann toll singen, die hält die Töne so schön. Hör mal wie sie das macht, das wird dir helfen.“
Verwirrt. Sie meinte mich.
„Du singst wirklich toll, du hast eine ganz zauberhafte Stimme.“

Das, muss ich einfach mal sagen, ging runter wie Öl. Und spornte mich an. Es bestätigt mich, dass es das richtige ist, was ich da gerade tu.
Und genau deswegen freue ich mich nun noch viel mehr auf den Chorauftritt im Theater am alten Markt. Ich hab mir ein neues schwarzes Kleid gekauft, weil wir als  Choroutfit alle was Schwarzes tragen sollen und dazu einen roten Hingucker. Das Tuch hat mir nun meine Mama gegeben.

Beflügelt von diesen Ereignissen ging es dann zum nächsten musikalischen Termin. Der Auftritt mit 2 eigenen Songs bei Kunst gegen Bares. Eine offene Bühne für Künstler jeder Art.

Sascha und ich stellten uns also als Pricefield vor und nahmen zwei unser eigenen Songs mit.

Mutig und voller Elan sangen wir, ganz ohne Mikro, weil nur eines vorhanden war und erfüllten den Raum.Ich fand es toll. Und ich glaube auch die Menschen waren sehr zufrieden. Die Gesichter sahen entspannt aus, der Applaus war gut und zum Schluss kamen für neun Minuten Einsatz für was eigenes ganze 10.22 Euro rum.

Ein paar Menschen schien das, was wir das gemacht haben, gefallen zu haben, auch wenn wir damit nicht gewonnen haben. Aber so ist das Leben. Was neues hat es immer schwer.

Ich hatte richtig viel Spaß und ich mache weiter mit Sascha, dem Chor und allem anderen.

Auch die 2 Männer, die sich das Lachen verkneifen mussten und hochrote Köpfe bekamen, weil irgendetwas tierisch lustig war, haben Freude an unserem Auftritt gehabt. Zumindest habe sie sich lachend amüsiert. Schade das wir keine Comedy-Truppe sind, dann hätten sie auch laut loslachen dürfen. So mussten sie mit ihrem Zwerchfell leise Impulskontrollübungen machen. Das tat sicher später weh.

Wenn Musik die Massen spaltet, dann hat man es geschafft, sagt Jasmin. Denn nichts ist schlimmer, als mit dem Gefühl, ist mir egal, gehört und wahrgenommen zu werden. Gute Musiker provozieren und haben sowohl Menschen, die es mögen, aber auch die, die es hassen oder eben nur urkomisch finden.

Hurra, ich habe eine Chance ;).

Also, ihr lieben Männer mit dem Sauerstoffmangel, ich danke euch, dass ihr mich, uns, wegen was auch immer ausgelacht habt. Wir sind also auf dem richtigen Weg. Und mit 10 Euro haben wir nicht nur Geld sondern auch ein wenig Selbstvertrauen kassiert. Denn das Geld kam freiwillig von Menschen, die das honoriert haben, was wir tun!

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